 |
Resulta-Kleinaddiermaschinen
Firmengeschichte, Technik und Übersicht über die Modelle
Wolf-G. Blümich, http://bluemich.net/rechner,
24.03.2005
|
Die letzten
drei
Änderungen:
07.03.2008: Bild Resulta-BS7, Typ 3a1
29.02.2008: Bild Resulta-BS7, Typ 3c1
02.02.2008: Korrektur d. Herstellungszeitraums d. 3. Generation
|
Ein Bild
über die Resulta-Produktion lässt sich praktisch nur aus
Mosaiksteinchen
zusammensetzen. Sowohl zur Firmengeschichte als auch zur Modellpalette
gibt
es keine Übersichten und Firmenunterlagen. Und auch Zeitzeugen
werden
langsam
rar. Gespräche mit einem ehemaligen Mitarbeiter in Paul
Brünings Firma,
die Beschreibungen der Maschinen vieler Sammlerkolleginnen und
-kollegen, Informationen
von Anbietern im Internet und Untersuchungen an eigenen Maschinen sind
die
Quellen für diese Zusammenstellung.
Abb. 1: Die Belegschaft der
Maschinen- und Werkzeugfabrik Paul Brüning
in Berlin-Borsigwalde (1961)
|
Seit 1911 gab es in der
Ackerstraße 132/133 in Berlin-N31 (heute im Bezirk Mitte, vormals
Wedding)
die Maschinen- und Werkzeugfabrik Paul Brüning. Sie stellte
Druckgussteile
her,
u.a. Vergaser und Halterungen für Meißel an
Drehbänken. Seit 1927
wurden
dann auch Rechenmaschinen produziert. In
Ernst
Martins [1] kleiner „Bibel“ der
Rechenmaschinensammler findet man die Modelle A, AS
und BS in sieben- und neunstelliger Ausführung beschrieben, die
zwischen
39 bis 96 Reichsmark kosten. Bis 1933 trugen die Maschinen noch den
Namen „Minerva“ [6].
Von einer Produktionsstätte in der
Ackerstraße ist
heute nichts mehr zu ahnen,
weil in dem ganzen Stadtviertel in den siebziger Jahren des 20.
Jahrhunderts
viele Altbauten mit Wohnungen und Kleinindustrie und Werkstätten
in den
Hinterhöfen
durch moderne Neubauten ersetzt worden sind.
Abb. 2: Maschinen- und
Werkzeugfabrik Paul Brüning, heute Pierburg
GmbH (2004)
|
Um 1939 ist die Firma dann in ein neues
Gebäude
in
der Breitenbachstraße 18-20 in Borsigwalde im Norden Berlins
umgezogen
(Abb.1), während
Paul Brüning in Waidmannslust wohnte (beides im heutigen Bezirk
Reinickendorf
von Berlin). Dort wohnt seine Tochter, Fräulein Charlotte
Brüning,
heute
noch.
Paul Brüning war Werkzeugmacher, arbeitete oft zu Hause und
beschäftigte
sich viel mit Neukonstruktionen, die zu etlichen Patenten in
Deutschland,
der Schweiz, Belgien, Großbritannien, Frankreich in den U.S.A.
führten.
Neben
den Entwicklungen für seine Resulta-Kleinaddiermaschinen
ließ er sich
z.B.
auch ein Küchenmesser, einen Wundschnellverband und
Werkzeugteile
patentieren.
Um 1943 wurde die Produktion von Rechenmaschinen unterbrochen. Ein
Bombentreffer
hatte die Fabrikhalle stark beschädigt. Nach dem Ende des zweiten
Weltkrieges konnte die Produktion nur unter erschwerten
Bedingungen langsam wieder aufgenommen werden, weil überall
Maschinen
als Reparationsleistungen von den Russen und den Franzosen demontiert
und abtransportiert wurden. Zuerst wurden wieder Aluminium- und
Zink-Druckgussteile hergestellt, z.B. Zündrädchen für
Feuerzeuge und
die in vielen
Ländern patentierten
federnden Meißel-Halterungen
für Drehbänke. Von 1946 bis 1949 gab es dann in der Schweiz
achtstellige
Resulta-Nachbauten unter dem Namen RAPIDA 8 (siehe 5.).
Es liegt die
Vermutung nahe, dass diese Maschinen mit Lizenz hergestellt worden sind, während
in Berlin die
Produktion noch
verboten war. Ab 1950 wurden dann in Berlin wieder Resultas gefertigt
und weiter entwickelt. Zur Fertigung ähnlicher Modelle auf der
Grundlage der Patente von 1950 wurde die Firma Komet
lizensiert (siehe 5.).
Fräulein Charlotte Brüning wurde vom
Vater
beauftragt,
den
Vertrieb der Maschinen in Amerika zu organisieren. Sie sorgte dort bis
etwa
1960 für Absatz. Resultas wurde von SEARS
in Chicago unter dem Namen TOWER
verkauft (siehe
5.). In Frankreich gab es Resultas
unter dem Markennamen ADDICAL und Résulta (siehe
5.). Auch
in der Schweiz wurde die Resulta als Résulta vertrieben. Als
Paul
Brüning im August 1964 78-jährig starb, übernahm
nicht sein Sohn
Paul, sondern
seine Tochter Charlotte die Firma. Bis
1969
wurden noch Rechenmaschinen produziert. Dann war diese Technik durch
elektrisch angetriebene Maschinen endgültig überholt.
Stattdessen
wurden nun unter dem
Namen "Brüning Druckguss" Formteile für die Elektroindustrie
in der
Gießerei
hergestellt. 1980 kaufte die Pierburg GmbH Maschinen und Aufträge
von
Fräulein
Charlotte Brüning. Die Produktion lief noch einige Jahre weiter
wie
bisher.
Seit 1984 werden in der alten Brüningschen Fabrikhalle (Abb. 2)
und
neueren Bauten
für die Gießerei Zulieferteile für die
Kraftfahrzeugindustrie
gefertigt.
Die Pierburg GmbH gehört zum Rheinmetall Konzern. [2]
Leider sind sämtliche Unterlagen aus der Resulta-Produktion
vernichtet
worden
und auch Fräulein Brüning kann keine weiteren Einzelheiten
mehr
beitragen.
2. Technik der Resulta-Kleinaddiermaschinen
|
| Abb. 3: Mit
dem
Stift wird das große Eingaberad gedreht, das das Anzeigerad des
Ergebniswerks
mitnimmt. |
Die Arbeitsweise des Grundmodells A ist
einfach
erklärt (Abb. 3): Auf der Achse des Eingabewerks befinden sich
für jede
Stelle große Zahnräder mit 36 Zähnen. Jedes Ziffernrad
des
Ergebniswerkes hat zwischen
den Ziffern zehn Nuten, in die die
Zähne
des
großen Zahnrades greifen. Wenn man mit einem Griffel nun einen
Zahn des
Eingaberades
um einige Positionen weiter dreht, geht die Anzeige im Ergebniswerk
entsprechend
weiter.
|
| Abb. 4: Der
Zehnerübertrag
im Ergebniswerk erfolgt durch die versetzten Eingaberäder, in die
ein
Zahn
des Rades rechts daneben greift. |
Der Zehnerübertrag wird dadurch
ermöglicht, dass
jedes Anzeigerad auf seiner linken Seite einen verschiebbaren Mitnehmer
mit einem
Zahn hat. Der
kann in das etwas nach rechts versetzte Eingaberad (Abb. 4) der
nächst
höheren
Stelle greifen und dadurch die Anzeige in der nächsten Stelle um
eins
erhöhen.
|
| Abb. 5: Von
Federn
gehaltene Hebel lassen die Eingaberäder einrasten. |
Dafür, dass das große Eingabezahnrad
immer in der
richtigen Position einrastet, sorgt eine
Hebelkonstruktion
(Abb. 5), die mit einer Feder so gezogen wird, dass sie immer zwischen
zwei
Zähnen des Zahnrades eingreift. Das Ergebniswerk wird mit einer
Kurbel
an
der Achse der Anzeigeräder durch eine Drehung gelöscht.
Dafür befindet
sich
in der Achse der Länge nach eine Nut, in die eine durch eine Feder
gehaltenen
Klinke im Anzeigerad greift, wodurch dieses bis in die Nullstellung
mitgenommen
wird.
|
| Abb. 6: Mit
einem
Hebel werden Umkehrräder im Ergebniswerk für die Subtraktion
dazwischen
geschaltet. |
Bei den Maschinen mit Subtraktion ist das
Ergebniswerk um eine hinten,
unten liegende zweite Achse mit Umkehrrädern erweitert (Abb. 6).
Sie
sind
aufgebaut wie die Anzeigeräder und bewirken auch einen
Zehnerübertrag.
Die
auf den beiden Achsen gegenüber stehenden Räder
sind durch Messingzahnräder miteinander verbunden. Die Achsen
beider
Räder
befinden sich in einem Rahmen, der mit dem Subtraktionshebel
geschwenkt werden kann, so dass entweder die vorderen Räder bei
Addition
oder die hinteren bei Subtraktion in die Eingabezahnräder
eingreifen.
In
den Fenstern für das Ergebniswerk stehen die Zahnräder in der
Subtraktionsstellung
dann etwas zu hoch, um sie noch bequem ablesen zu können. Wenn man
in
der
Subtraktionsstellung das Ergebniswerk löschen wollte, müssten
sich die
Eingaberäder
rückwärts drehen. Um dies zu verhindern, wir die
Löschkurbel in dieser
Stellung
durch eine Sperrklinke blockiert, die in ein Zahnrad an der Kurbel
greift.
|
| Abb. 7: Die
Eingabe
erfolgt an Zahnsegmenten, die das Eingabekontrollwerk steuern und das
Eingaberad
mitnehmen. |
Das Eingabekontrollwerk wurde vorne, unten in
der Maschine ergänzt. Die
Anzeigeräder sind durch Fenster in der Abdeckung sichtbar. Die
Eingabe
erfolgt
nun nicht mehr direkt an dem großen Eingabezahnrad, sondern an
Zahnsegmenten,
die jeweils links neben dem zugehörigen Rad auf der Hauptachse
angebracht
sind (Abb. 7). Deshalb sind die Eingabeschlitze in der
Aluminiumfrontplatte
bei diesen Maschinen etwas nach links versetzt. An den unteren Enden
jedes
Zahnsegments befindet sich eine Klinke, die durch eine Feder
angedrückt
in das Eingabezahnrad eingreift. Die Zähne des Zahnsegmentes
treiben
direkt
das Rad im Eingabekontrollwerk an, das
durch
einen Sperrhebel dann in seiner Position gehalten wird. Bei der Drehung
des Zahnsegmentes wird außerdem eine Feder gespannt, die beim
Lösen der
Sperre
im Eingabekontrollwerk das Zahnsegment wieder zurückholt und dabei
auch
das
Ziffernrad wieder auf Null stellt.
|
| Abb. 8: Die
Sperrhebel
halten die Zahnsegmente in ihren Positionen. |
Durch eine Taste vorne an der Maschine können
alle
Sperrhebel zusammen ausgelöst
und damit das Eingabekontrollwerk gelöscht werden. Diese Taste
kann man
durch
einen Hebel an der Seite der Maschine so feststellen, dass die Anzeige
im
Eingabekontrollwerk nie gehalten wird (Abb. 8).
|
| Abb. 9: Ein
Hebel
ersetzt die Kurbel zum Löschen des Eingabewerkes. |
Schließlich wurde eine Alternative zur
Löschkurbel für das Ergebniswerk entwickelt: Ein
Hebel (Abb. 9) dreht ein großes Zahnsegment, das über
ein
kleines
Zahnrad die Achse im Ergebniswerk so dreht, wie es zuvor die
Löschkurbel
machte.
Außerdem wurde am Ergebniswerk
eine
Blende eingefügt, die in
der
Subtraktionsstellung
herunterschwenkt und dann nur noch den Blick auf die richtige Zeile im
angehobenen
Ergebniswerk frei gibt.
|
| Abb. 10: Das
Druckwerk
ist an der Rückwand der Export-Modelle angesetzt. |
Die druckenden
Maschinen basieren auf den Modellen mit Löschhebel und schwenkbarer Blende für
das Ergebniswerk. Die Rückwand und
die rechte Seitenwand sind ausgeschnitten. Das Zahnsegment für die
Löschung
des Ergebniswerks wurde nach außen verlegt. An die Rückwand
ist das
Druckwerk angesetzt (Abb. 10). Die Typenräder des Druckwerks
folgen
über Steuerdrähte
den Drehbewegungen der Zahnsegmente des Eingabewerks. Die
Löschtaste
des
Eingabekontrollwerks hat die zusätzliche Funktion, die
Transportwalze
für
das Papier gegen die Typenräder des Druckwerks zu schlagen, um so
die
einstellten
Werte zu drucken. Dabei erfolgen auch der Zeilenvorschub des Papiers
und
der Transport des Farbbandes. Zum Drucken der Endsumme muss das
Ergebnis
aus dem Ergebniswerk in das Eingabewerk übertragen werden. Dies
geschieht,
indem man die Maschine auf Subtrahieren stellt und dann von links
beginnend
in jeder Stelle den im Ergebniswerk angezeigten Wert subtrahiert. Vor
dem
Drucken mit der Löschtaste muss noch der rote Knopf gedrückt
werden,
damit
in der Zeile des Ergebnisses das Saldozeichen gedruckt wird. Mit einem
Drehschalter
auf der rechten Seite der Maschine kann man die Funktion der
Löschtaste
umstellen
zwischen Drucken oder den beiden Funktionen Eingabekontrollwerk
löschen
bzw.
Anzeige
nie
halten (wie
bei
den nicht druckenden Modellen).
3. Entwicklungsstadien der Resulta-Kleinaddiermaschinen
3.1 Systematik der Bezeichnungen
Die
Bezeichnungen der Resulta-Rechenmaschinen setzen sich immer aus
Buchstaben
und Ziffern zusammen. In der Tabelle 1 sind die Bezeichnungen den
äußeren
Merkmalen zugeordnet.
| Bezeichnung |
Äußere Merkmale der Maschinen |
| A |
Maschine ohne Einstellkontrollwerk |
| B |
Maschine mit Einstellkontrollwerk |
E
|
Maschine mit
Einstellkontrollwerk,
Subtraktionsmechanik und Blende im Ergebniswerk
|
| S |
Maschine mit Subtraktionswerk |
| P |
Maschine mit Druckwerk und Löschhebel |
| 7 |
Maschine mit 7 Eingabe- und Ergebnisstellen |
| 9 |
Maschine mit 9 Eingabe- und Ergebnisstellen |
| Export |
Schwenkbare Blende im Ergebniswerk zur Ablesung in
Subtraktionsstellung
|
Tabelle
1: Bezeichnungen und Merkmale
3.2 Bestimmung des Alters der Maschinen
Auf allen Maschinen findet man in den Lack, das
Holz
oder das Blech des Sockels unten von Hand eingekratzt eine drei- bis
vierstellige
Ziffernfolge, oft gefolgt von ein bis zwei Buchstaben. Die Ziffern
geben
den Monat und das Jahr der Herstellung an. Beispiel: 854 B. Das
heißt: gebaut im August 1954, Kennzeichen des Kontrolleurs: B (B
steht
für Herrn Böttcher
[2]). Es gibt Maschinen mit mehreren Datumsangaben, was
bedeutet, dass solche Maschinen zur Überholung oder Reparatur wieder
beim Hersteller waren. Dabei können dann auch für das Modell untypische
Austauschteile oder Ergänzungen angebracht worden sein.
3.3 Die Produktpalette
Ernst
Martin [1] schreibt, dass die
ursprünglich unter dem Namen Minerva eingeführten Maschinen
den
Subtraktionshebel noch auf der rechten Seite hatten. Die mir bekannten
Maschinen der 1. Generation haben aber den Hebel bereits auf der linken
Seite und tragen den Namen Minerva nur noch verdeckt unter
einem darüber geschraubten neuen Schild mit dem Namen
Résulta.
Merkmale und Herstellungszeiträume wurden an eigenen
Maschinen
untersucht,
aus Befragungen von Verkäufern bei Ebay gewonnen und durch eine
Umfrage
unter
Sammlern per E-Mail ermittelt. Der Versuch, die verschiedenen Modelle
systematisch
zu erfassen, führte zu der Übersicht in der Tabelle 2.
Generationswechsel machen sich in der Schreibweise der
Modellbezeichnungen
fest, die sich oft zum Verwechseln ähnlich sind. Sie sind dann auch
in den Patenten (
siehe 4.1) und in Änderungen
von Technik und
Design
der Maschinen nachweisbar. Fett gedruckte Maschinennamen (mit
Datumsangaben
der ersten
und letzten bekannten Maschine in Klammern) sind belegt, andere in der
Systematik
nur ergänzt.
Generation
(Zeitraum)
|
Typ
(Merkmal)
|
Modellbezeichnung: Resulta
|
Nur
Addition
|
Mit Subtraktion
|
Mit Druckwerk
|
1
1927-1935
|
Typ a
(Holzsockel)
|
-"A
7"
(Minerva)
10.33
|
-"A 9"
unbekannt
|
-"A 7" S
unbekannt
|
-"A 9" S
unbekannt
|
|
(Holzsockel)
|
-"B 7"
(Minerva-B"7")
11.32
|
-"B 9"
unbekannt
|
|
|
Typ
b
(Eisensockel)
|
-"A
7"
|
-"A 9"
unbekannt
|
-"A 7" S
(Minerva)
09.36
|
-"A 9" S
??.??
|
2
1935-1943
1950
|
(Eisensockel)
|
-A "7"
11.35
01.40 md
|
-A "9"
unbekannt
|
-AS "7"
11.38 g
12.38 J
|
-AS "9"
unbekannt
|
|
Typ a
(Gehäuse genietet) |
-B "7"
1935
7.38 RA
|
-B "9"
unbekannt
|
-
BS "7"
06.37
07.42 g
|
-BS "9"
01.37
04.42 g
|
Typ b (Gehäuse
punktgeschweißt) |
|
-BS "7"
10.42 M
09.50 g
|
-BS "9"
08.43 wie
|
3
1951-1956
|
Typ a1
(Kurbelgriff: Metall) |
|
-BS 7
02.51 g
11.51 G
|
-BS 9
02.51 g
|
|
Typ a2
(Kurbelgriff: Kunststoff) |
|
-BS 7
11.51 K
04.54 So
|
-BS 9
01.53 L
4.51
|
Typ b
(Plastik/Alu-Sockel) |
|
-BS 7
05.54
12.54
|
-BS 9
02.55
|
Typ c1
(Kurbelsperre innen) |
|
-BS 7
08.55 KO
07.56 GKo
|
-BS 9
04.55 BvP
07.56
|
Typ
c2 (Export)
(Klappblende)
|
|
-BS 7
06.55 GP
01.57 KS
|
-BS
9
10.56
|
4
1955-1969
|
Typ a1
(Löschkurbel) |
|
7
02.55
09.61 Go
|
9
10.58
02.63 GP
|
|
Typ a2 (Export)
(Löschkurbel und Klappblende) |
|
7
12.56
05.59 o
|
9
12.58
|
Typ b1
(Löschhebel) |
|
7
03.60 o
09.61 o
|
9
05.58 Bi
02.60
|
Typ b2 (Export)
(Löschhebel und Klappblende)
|
|
7
05.59 o
11.68
|
9
05.63 o
06.69
|
P 7
12.57
??.65
|
P 9
06.57
??.67 |
(wie Typ b2)
|
|
E7
08.62
08.69
|
E9
unbekannt
|
|
Tabelle 2: Modellübersicht der
Resulta-Rechenmaschinen
(mit erstem und letztem nachgewiesenem Herstellungsdatum)
3.4
Merkmale der Entwicklungsgenerationen
Zur groben Unterscheidung werden die Maschinen in vier
Generationen eingeteilt,
die bestimmte Zeiträume umfassen. In jeder Generation gibt es
unterschiedliche
Modelle, die sich in den Maschinenbezeichnungen widerspiegeln.
Weiterentwicklungen
innerhalb der Generationen werden durch Typenbezeichnungen mit kleinen
Buchstaben und Ziffern gekennzeichnet.
1. Generation: 1927 - 1935
In der ersten Generation
heißen
die Maschinen
Minerva,
dann Résulta. Der Neue Name wurde auf einem separaten Schld über den
alten geschraubt. Die
ganze Modellbezeichnung steht in Anführungsstrichen. Während der 1.
Generation entfällt der Accent aigu
und die
Maschinen heißen dann einfach
Resulta.
Zwischen Resulta und der Modellbezeichnung ist ein Bindestrich.
|
Modell |
Äußere Merkmale |
|
A
(Typ a)
|
schwarz lackierter Holzsockel mit
Filzfüßen
- Gehäuse aus Eisenblechen,
genietet
und
schwarz lackiert
- Maschinenboden mit zwei verbogenen
Metallschrauben
und Muttern mit dem Gehäuse verbunden
- Metallfeder zur Halterung des
Griffels
auf der rechten Seite
- schwenkbarer Metallgriff an der
Löschkurbel
für das Ergebniswerk
- Frontplatte aus Aluminium, schwarz bedruckt
- Komplementziffern auf dem Eingabefeld
für
die Subtraktion
- weitere Einzelheiten: siehe 2. im
Absatz "Grundmodell
A"
Patente: DE538697, CH158869, siehe 4.1
|
A
(Typ b)
|
Veränderungen am Modell A:
- Sockel aus schwarz lackiertem
Eisenblech
mit angeschraubten Gummifüßen
|
A S
(Typ a)
|
Ergänzungen am Modell A,
Typ a
- Ergänzung des Subtraktionshebels
zum
Schwenken
des um eine Zahnradreihe erweiterten Ergebniswerkes zur Änderung
der
Drehrichtung
bei der Subtraktion
- Ergänzung eines Zahnrades mit
Sperrklinke
außen an der Löschkurbel für das Ergebniswerk zum
Verhindern des
Löschens
in Subtraktionsstellung
Patent: DE640417, siehe 4.1 |
A S
(Typ b)
|
Veränderungen am Modell A S, Typ
a:
- Sockel aus schwarz lackiertem
Eisenblech
mit angeschraubten Gummifüßen
|
B
|
Ergänzungen am
Modell
A, Typ a :
- Ergänzung der
Eingabekontrollwerkes
- Ergänzung einer verchromten
Löschtaste
mit Feststellhebel für das Eingabewerk
- Ergänzung des Eingabewerkes um
Stellsegmente
für jede Stelle
|
2. Generation: 1935 - 1950
Die Modellpalette wird um
Maschinen, die sowohl ein Eingabekontrollwerk als auch eine
Subtraktionsmechanik haben, erweitert. In der Modellbezeichnung steht
noch
die
Stellenanzahl in
Anführungsstrichen.
Zwischen Resulta und der Modellbezeichnung
ist ein Bindestrich. Von 1944 bis 1949 war die die
Rechenmaschinenproduktion
in Berlin kriegsbedingt unterbrochen. Ab 1952 wurden mit Lizenz [4] von Paul Brüning achtstellige Maschinen unter dem
Namen Komet hergestellt. Auch in der Schweiz gab
es unter dem Namen RAPIDA 8 Nachbauten (siehe 5.).
Modell
|
Veränderungen |
| A
|
wie das alte Modell A, Typ b
|
| AS
|
wie das alte
Modell A S, Typ b:
- Sockel aus schwarz lackiertem
Eisenblech
mit angeschraubten Gummifüßen
|
B
|
wie das alte
Modell B
- Sockel aus schwarz lackiertem
Eisenblech
mit angeschraubten Gummifüßen
|
BS
(Typ a)
|
Ergänzungen
zum aktuellen Modell B
:
- Ergänzung des Subtraktionshebels
zum
Schwenken
des um eine Zahnradreihe erweiterten Ergebniswerkes zur Änderung
der
Drehrichtung
bei der Subtraktion
- Ergänzung eines Zahnrades mit
Sperrklinke
außen an der Löschkurbel für das Ergebniswerk zum
Verhindern des
Löschens
in Subtraktionsstellung
|
BS
(Typ b)
|
Weiterentwicklung des Typs a
(etwa ab 1942):
- Gehäuse aus Eisenblechen, punktgeschweißt
|
3. Generation: 1951 - 1956
In
den Modellbezeichnungen findet man keine Anführungsstriche
mehr. Zwischen
Resulta und der Modellbezeichnung ist ein Bindestrich. Es gibt nur noch die Modelle
mit Subtraktionsmechanik und Eingabekontrollwerk.
|
Modell |
Veränderungen |
|
BS
(Typ a1)
|
Veränderungen am
alten Modell BS, Typ b :
- Gehäuse mit schwarzem Kräusellack
- Maschinensockel aus Eisenblech
- schwenkbarer Metallgriff an der
Löschkurbel
für das Ergebniswerk
- Aufkleber mit kurzer Bedienungs- und Pflegeanleitung am
Maschinenboden
|
|
BS
(Typ a2)
|
Weiterentwicklung des Typs a1 :
- Gehäuse meistens mit grünem Kräusellack,
selten auch weinrot, schwarz
- heraus ziehbarer Kunststoffgriff an
der
Löschkurbel für das Ergebniswerk
- rote Schraffuren auf der Frontplatte nach der 2., 5. und
ggf.
8. Stelle
Patent: DE1645297U, siehe 4.1 |
BS
(Typ b)
|
Weiterentwicklung des Typs a2:
- Schlitze zur Schalldämmung im Gehäuse
- Maschinensockel aus Plastikrahmen mit perforiertem
Aluminiumboden
- am Maschinenboden angenietete hohle Gummifüße
- zusätzliche Feder zur Halterung
des
Griffels
auf der linken Seite
|
BS
(Typ c1)
|
Weiterentwicklung
des Typs b:
- schwarze Plastikkappe auf dem
Subtraktionshebel
- Verlegung der Sperreinrichtung an der
Löschkurbel
für das Ergebniswerk in das Innere der Maschine
- Befestigung des Sockels am
Gehäuse
mit
einem Federverschluss
|
BS
(Typ c2) |
Weiterentwicklung des Typs c1:
- mit dem Subtraktionshebel schwenkbare Blende in der Anzeige
des
Ergebniswerkes
- Abziehbild "Export" unterhalb des Eingabekontrollwerkes auf
dem
Gehäuse (ab 1956)
|
4. Generation: 1955 - 1969
In den Bezeichnungen
entfällt
das BS, da es sowieso nur noch Modelle
mit Subtraktionsmechanik und Eingabekontrollwerk gibt.
Zwischen Resulta und der Modellbezeichnung ist meistens
kein Bindestrich mehr. Neue
Modelle können drucken und haben einen Löschhebel oder eine
Löschkurbel.
|
Modell |
Veränderungen |
|
7
und
9
(Typ a1) |
Veränderungen am alten
Modells BS,
Typ
c1:
- Kennzeichnung der Stellungen des
Subtraktionshebel
mit + und -
- Gehäuse mit Kräusellack
neben grün
und
weinrot auch beige
Patente: CH309226, CH339409 siehe 4.1
Diese Maschine wurde in den USA als TOWER
verkauft.
|
7
und
9
(Typ a2)
|
Weiterentwicklung
am aktuellen
Typ
a1:
- mit dem Subtraktionshebel schwenkbare Blende in der Anzeige
des
Ergebniswerkes
- Abziehbild "Export" unterhalb des Eingabekontrollwerkes auf
dem
Gehäuse
Diese Maschine wurde in Frankreich als Résulta-BS7
Export verkauft. |
|
7
und
9
(Typ b1)
|
Weiterentwicklung
am aktuellen Typ a1:
- Ersatz der Kurbel zur Löschung
des
Ergebniswerkes
durch einen Hebel
- Löschtaste und Feststellhebel
für das
Eingabewerk
schwarz lackiert
- Metallstift unter der rechten Feder
für die Griffelhalterung (siehe 6.)
Patente: DE1103654, siehe 4.1
|
7
und
9
(Typ b2)
|
Weiterentwicklung am
aktuellen
Typ b1:
- mit dem Subtraktionshebel schwenkbare
Blende
in der Anzeige des Ergebniswerkes
- Abziehbild "Export" unterhalb des
Eingabekontrollwerkes
auf dem Gehäuse
Patente: CH343155, DE1106527, siehe 4.1 |
E7
und
E9
|
Diese Maschinen
gleichen dem Typ b2.
Sie wurden auch in der Schweiz als Résulta BS"7" Export
verkauft.
|
|
P7
und
P9
|
Ergänzungen
zum
aktuellen
Typ b2:
- Metalldruckgussgehäuse
über dem
bekannten
Blechgehäuse
- hinten angesetztes Druckwerk
- Modelle mit 7 und mit 9 Stellen im
gleichen Gehäuse. Deshalb sind bei 7stelligen Maschinen in frühen
Jahren die linken beiden Stellen verblendet, später dann je eine Stelle
rechts und eine links (siehe 5.1.2).
- weitere Einzelheiten: siehe 2. im
Absatz
"Druckende Maschinen"
Patente: FR1185254, CH356940,
DE1116926, siehe 4.1 |
4.
Patente von Paul Brüning
Die
Patentschriften sind im Internet zugänglich beim Internetportal
des
Deutschen
Patent- und Markenamtes [3]
. Mit einer Einsteigerrecherche kann man nach den Patentnummern suchen
und
die Dokumente einsehen.
4.1
Patente für Rechenmaschinen
- Zehnerschaltvorrichtung an
Rechenmaschinen
Es wird eine schräge Führung des Schaltzahns
für den
Zehnerübertrag
im Ergebniswerk patentiert.
DE538697 vom 20.11.1931
CH158869 vom 15.12.1932
- Hemmvorrichtung für
Rechenmaschinen
Die Einrastmechanik für das Eingabewerk wird beschrieben.
DE640417 vom 04.01.1937
- Vorrichtung zur
Geräuschdämpfung
an Addiermaschinen
Das Patent für einen gepolsterten Anschlag der Eingabesegmente
wird
beschrieben
und ausgesetzt.
DE1645297U vom 16.10.1952
- Zehnerschaltvorrichtung an
Zahlenrollen
von Rechenmaschinen
Hier geht es um die Form und damit verbundene
Fertigungsverfahren
für den Schaltzahn für den Zehnerübertrag.
CH309226 vom 31.08.1955
- Einrichtungen zur
Geräuschminderung
an Addiermaschinen
Es werden eine ganze Reihe von Maßnahmen beschrieben,
die
Geräuschminderungen
an den Maschinen bewirken sollen und in der 3. Generation der Maschinen
ab
Typ b umgesetzt wurden:
- Rastenscheibe im Ergebniswerk, damit die Federspannungen
verringert
werden können
- Spezielle Kurvenstücke für die Rückstellfedern
der
Einstellsegmente
- Spezielle Anschlagschiene für die zurückschnellenden
Einstellsegmente
- Schlitze in Seitenwänden und Rückwand zur
Verminderung des
Dröhnens
- Maschinensockel aus Kunststoffrahmen mit perforierter
Aluminiumplatte,
aufliegender Schalldämmmatte und angenieteten Gummifüßen
CH339409
vom 30.06.1959
- Resultatwerk an Rechenmaschinen
Dieses Patent bezieht sich auf die Modelle 7 und 9 in der 4.
Generation.
Es beschreibt die Erweiterungen des Ergebniswerkes um eine schwenkbare
Blende,
die in der Additions- bzw. Subtraktionsstellung der Maschine immer den
Blick
auf die aktuelle Zahlenreihe freigibt.
CH3431
55 vom 15.12.1959
DE1106527 vom 10.05.1961
(Resultatanzeigevorrichtung
an Addiermaschinen mit schwenkbarem Resultatwerkgehäuse)
- Petite machine á
calculeur
imprimeuse
Dieses Patent betrifft die druckenden Maschinen, also die
Modell P7 und P9. Es werden die Veränderungen und Ergänzungen
der
Addiermaschinen
für das Drucken von Eingaben und Ergebnissen beschrieben und
skizziert.
FR1185254 vom 31.07.1959
CH356940 vom
15.09.1961(Druckende Kleinaddiermaschine)
DE1116926 vom 09.11.1961
(Druckwerkantrieb
für Addiermaschinen)
- Sperreinrichtung für
Resultatwerknullstellglieder
an Kleinaddiermaschinen
Es wird die Mechanik zur Löschung des Resultatwerkes mit einem
Hebel
incl.
der Sperrung der Löschung in Subtraktionsstellung beschrieben.
DE1103654 vom 30.03.1961
4.2
Andere Patente
- Anlassvergaser für
Explosionsmotoren
DE377062 vom 09.06.1923
- Federnder Stahlhalter für
Abstechstähle,
Formstähle und dergleichen
DE617123 vom 13.08.1935
CH181303 vom 15.12.1935
FR786177 vom 28.08.1935
BE408153 vom 30.03.1935
GB428601 vom 15. 05.1935
US2065966 vom 28.02.1935
- Als Wundschnellverband
ausgebildete,
muldenförmig ausgebauchte Schutzkappe aus Metall
DE622567 vom 30.11.1935
- Verfahren und Vorrichtung zur
Herstellung
von Kupplungszähnen an Werkzeug- und Maschinenteilen jeder Art,
insbesondere
an sperrigen und dünnwandigen Teilen
DE909447 vom 22.04.1954
- Ustensile pour peler les oranges
et
autres agrumes à écorce épaisse
Orangenschälmesser
FR1251146 vom 13.01.1961
- Haushaltsmesser für
verhältnismäßig
weiches Schneidgut, insbesondere Obstmesser
DE1109329 vom 22.06.1961
5. Verwandte der Resulta
5.1 Umbenannte Resultas
Exportierte Resulta Rechenmaschinen erhielten von den Vertriebsfirmen
oft eigene Medellbezeichnungen, die entweder vom Hersteller bereits auf
die Frontplatte angebracht waren oder auf einem zusätzlichen Schild
standen.
5.1.1 Tower
 |
| Abb. 11: TOWER |
Die Warenhauskette SEARS (Sears
Roebuck and
Co) mit ihrem Sitz in Chicago, Illinois, U.S.A. verkaufte die
Resulta 7 Typ a1 zur Zeit des Baus
ihres Firmensitzes, des Sears Tower in Chicago, unter dem Namen
TOWER (Abb. 11).
5.1.2 Résulta
Die Maschinen der
1. Generation trugen
bereits offoziell den Namen Résulta. Er wurde von anderen Vertreibern
später wieder aufgegriffen, um damit Nachfolgemodellen einen eigenen
Vertriebsnamen zu geben.
 |
| Abb. 11: Résulta-BS"7"
Export |
Résulta BS"7" Export
In der Schweiz verkaufte der Buromaschinen-Händler Henri Zepf die
Resulta E7 mit einem über den originalen Namen
geschraubte eigenen Firmenschild und eigener in den Boden geschlagener
Maschinennummer.
 |
| Abb. 12: Résulta-BS7
Export |
Résulta-BS7
Export
In Frankreich verkaufte die Firma ECLAIR-BUREAU, 93 & 95, Rue
du
Chemin Vert, RARIS_XI
e_ROQuette
20-79 die Resulta 7 Export (Typ a2) mit einem eigenen Namen auf der
Frontplatte und einem seitlich angebrachten Firmenschild mit eigener
Maschinennummer.
5.1.3 Addical

|
Abb. 13: ADDICAL 7
|
In
Frankreich wurde die in Berlin gefertigte Resulta unter dem
Namen ADDICAL (Abb. 12) vertrieben. Hier handelt es sich um das
Modell Resulta P7, bei dem die Blenden in der Frontplatte rechts
und links angeordnet sind (
siehe 3.4),
das in Frankreich ADDICAL 7 hieß.
Der Vertrieb erfolgte durch die Firma ECLAIR-BUREAU, 93 & 95, Rue
du
Chemin Vert, RARIS_XI
e_ROQuette
20-79. Dort wurden die Maschinen auch mit eigenen Maschinennummern
versehen. Die Resulta BS7 wurde dort auch unter dem Namen Résulta BS7
oder ADDICAL verkauft.
Diese Firma verkaufte auch Summira-Kleinaddiermaschinen (Paul
G. Müller, Roisdorf bei Bonn) unter dem Namen ADDICAL 7 und
Produx-Multator-Maschinen (Otto Meuter & Sohn, Hamburg) mit der
Bezeichnung MULTICAL.
5.2
Nachbauten
5.2.1
Rapida
 |
| Abb. 14:
Rapida 8 |
Achtstellige
Nachbauten der
Resulta BS der 2. Generation (
siehe
3.4)
wurden zwischen 1946 und 1949
in der Schweiz unter dem Namen RAPIDA 8 (Abb. 13) von der Fa. W.
Häusler-Zepf in Olten (Schweiz) vertrieben. Der
Hersteller ist
unbekannt. Druckgussteile für die Fertigung der Maschine wurden von
der Fa. Injecta Druckguss AG in Teufental (Kanton Aargau, Schweiz)
zugeliefert
[5]. Es ist auch
nicht geklärt, ob es sich um einen lizensierten Nachbau handelt (
siehe 6).
5.2.2
Komet

|
| Abb. 15 KOMET SK |

|
| Abb. 16 KOMET R8 |
Unter
diesem Markennamen wurden von
1952 bis 1955 Nachbauten der Resulta auf der Basis der Modelle von 1950
mit Lizenz von Paul Brüning
[4] von der Komet
Rechenmaschinen GmbH in
Frankfurt / Main vertrieben. Die Produktion erfolgte in Süddeutschland.
Folgende
Modelle sind bekannt:
Komet
SK: Das ist eine achtstellige Kopie der Resulta BS der 2.
Generation (
siehe 3.4) in einem etwas
breiteren Gehäuse (Abb. 14). Dieses Modell wurde auch unter den Namen
Link SK und
Olpimatic SK verkauft.
Komet
R8: Bei
diesem Modell (Abb. 15)
gibt es kein Eingabekontrollwerk. Als Vorlage diente also die Resulta
AS (siehe 3.4).
6. Offene Fragen
-

|
Abb. 17 Metallstift hinter der
Griffelhalterung bei der Resulta mit Hebellöschung
|
Warum und wann erfolgten die Namenswechsel
von
Minerva auf Résulta und dann Resulta?
- Wie viele Maschinen (ggf. von welchen
Modellen)
wurden produziert?
- Welche Funktion hat der von der rechten
Feder für die
Aufbewahrung
des Griffels verdeckte, eigentlich störende kleine Metallstift, der
bei den Resultas mit Hebellöschung aus
dem
Gehäuse ragt (Abb. 17)?
- Wurde die Rapida 8 (Abb. 13) mit Lizenz
von Paul Brüning gebaut? Wer war der Hersteller?
- Gibt es neben Addical, Tower,
Rapida und Komet noch
weitere Bezeichnungen, unter denen
Resulta-Kleinaddiermaschinen vertrieben oder nachgebaut worden sind?
Falls Sie zu
der Zusammenstellung oder diesen
Fragen
Hinweise, Korrekturen oder Ergänzungen haben, schreiben Sie bitte
an
.
7. Quellen
7.1 Literatur
[1]
Ernst Martin, Die Rechenmaschine
und ihre Entwicklungsgeschichte, 1. Auflage (1925) incl. Nachtrag von
(ca.
1935),
Reprint:
B. Köntopp, Leopoldshöhe, 1990
[2]
Gespräche mit Herrn Klaus Hinzmann
(2004),
Werkzeugmacher bei Paul Brüning von 1952 bis 1996
[3]
Internet-Portal
des Deutschen
Patent- und Markenamtes: http://depatisnet.dpma.de
[4] Informationen von Kathleen
Brüning (2006), Buenos Aires, per E-Mail
[5]
Informationen von Anton Witzemann (2006), Winterthur(Schweiz),
Briefwechsel
[6] Zentrale
Landesbibliothek Berlin, Adressbücher: http://adressbuch.zlb.de
7.2 Bilder
Abb.
1: Klaus Hinzmann, Berlin
Abb. 16:
eBay-Angebot (2006)
Abb. Resulta
B"7": Björn Schröbel, Fischbachtal
Alle
weiteren Bilder: Wolf-G. Blümich, Berlin
©
Wolf-G.
Blümich